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Kirche

Pfarrkirche St. Cyriak

Kirchplatz , 77704 Oberkirch

Die Pfarrkirche St. Cyriak liegt in der Innenstadt von Oberkirch

Kirchengeschichte
Die Pfarrkirche St. Cyriak in Oberkirch ist im neuromanischen Stil gebaut, wie er in der Mitte des 19.Jahrhunderts üblich war, als die Bauten des Mittelalters neu entdeckt wurden. Bereits seit dem 13.Jahrhundert gab es in Oberkirch eine Kirche, die verschiedene Male umgebaut und erweitert wurde. Im 19. Jahrhundert vergrößerte sich Oberkirch stark, eine neue große Kirche wurde notwendig. Da die Klosterkirche der Kapuziner abgebrochen und die Kirche im Oberdorf zur Friedhofskapelle umgebaut wurde, stieg die Zahl der Gottesdienstbesucher stark an.
Die neue Kirche sollte um 45° gedreht werden, der Kirchturm blieb erhalten. Baumeister Greiff aus Heidelberg entwarf den Neubau. Seine äußere Erscheinung erinnert stark an Kirchen aus Italien, insbesondere die Fassade. Die Kirche wurde in nur drei Jahren erbaut und 1866 vom damaligen Mainzer Weihbischof Ketteler eingeweiht.
Bereits 1872 kam es zur ersten Veränderung. Durch Unvorsichtigkeit geriet der Turm in Brand, der heutige Turmhelm wurde geschaffen. In einer ersten Renovation (Anfang dieses Jahrhunderts) wurde die Kirche innen bemalt, bei einer zweiten Renovation (1959) bekam die Kirche die heutigen Fenster, das Kreuz und die Apostelstatuen. 1973 erhielt der Chorraum das heutige Gesicht mit Altar, Ambo und Tabernakel. Bei der letzten Renovation (1995) wurden Dachstuhl, Heizung und Beleuchtung erneuert, der Kreuzweg und die beiden Figurenzyklen wurden restauriert.
Einige Gegenstände aus der „alten“ Kirche der Stadt wurden auch in die „neue“ Kirche übernommen. Dazu zählt das Bild des heiligen Cyriak über dem Taufbecken. Es ist ein barockes Gemälde von Johann Georg Bergmüller und ist in der Zeit um 1720 entstanden. Das Bild stellt den heiligen Cyriak dar, wie er der Tochter des Kaisers Diokletian (ein Christenverfolger) einen bösen Geist austreibt; damit greift es die Legenden um den Heiligen auf. Früher war die Darstellung das Bild des Hochaltars in der alten Pfarrkirche. An der Rückwand der Kirche sogenannte Epitaphen, also Grabsteine. Sie sind dem Stil nach der Barockzeit zuzuordnen und befanden sich früher vermutlich an der Außenseite der alten Kirche. Die Grabsteine bezeichneten die Gräber von verstorbenen Pfarrern, die Mönche aus dem Kloster Allerheiligen waren.
In den Jahren nach dem Krieg wurde neben dem Marienchörle noch die Lourdesgrotte als ein weiterer Ort der Marienverehrung geschaffen. Sie ist der Grotte in Lourdes nachgebildet. Die Statue ist so dargestellt, wie die Gottesmutter in Lourdes erschienen ist. Neben dem Hauptportal sind auf zwei Reliefs Auferstehung und Geburt Christi dargestellt. Diese beiden Eckpfeiler unseres Glaubens rahmen die große Eingangstüre der Kirche ein. Neben dem rechten Seitenportal befindet sich in einem Anbau eine Ölbergszene - das Gebet Jesu; die Szene wurde etwa gleichzeitig mit dem Bau der Kirche geschaffen.
Unter den Seitenemporen sind die Kreuzwegstationen in Marmorreliefs abgebildet.
Das Patrozinium wird alljährlich am Sonntag nach dem 21. Juni gefeiert.
Kirchenpatron
Wohl schon seit der Gründung der Stadt war ihr Kirchenpatron der heilige Cyriak. Cyriak gehört zu den vierzehn Nothelfern. Sein Fest wird am 8. August gefeiert. Er starb als Märtyrer um 309 während der Verfolgung unter Kaiser Diokletian. Über sein Leben ist nicht viel bekannt. Er war vermutlich Diakon. Seine Reliquien gelangten in viele Gegenden, darunter auch eine nach Altdorf im Elsass. Vermutlich taucht darum auch der Name am Oberrhein öfters auf.
Cyriak bedeutet übersetzt soviel wie „dem Herrn gehörig“.
Die Glocken
Nachdem im Krieg die Oberkircher Glocken eingeschmolzen werden mussten, kamen im Jahr 1948 neue Glocken aus Stahl auf den Turm. Dieses Geläut wurde mit der Zeit baufällig, der Entschluss für einen. neuen Glockenstuhl wurde gefällt, der 1985 mit sechs neuen Glocken eingebaut wurde
Das Marienchörle
Im Kriegsjahr 1942 entschloss sich die Pfarrei Oberkirch mit ihrem damaligen Pfarrer Max(imilian) Ruh zur Weihe an die Gottesmutter. In einer Zeit voller Unsicherheit über die Zukunft, zugleich einer Zeit der Unterdrückung durch den Nationalsozialismus vertraute die Pfarrei ihr Schicksal der Gottesmutter an. Sie verpflichtete sich bei gutem Überstehen des Krieges, der Gottesmutter eine eigene kleine Kapelle in der Kirche zu bauen. In der Tat überstand Oberkirch die Zeit des Krieges ohne größere materielle Beschädigung. So begann die Gemeinde bald nach dem Krieg mit der Gestaltung einer Kapelle rechts vom Chorraum.
Als Marienbild wählte man das Gnadenbild der „Dreimal wunderbaren Mutter“ von Schönstatt. Das Bild, im letzten Jahrhundert von einem italienischen Maler gemalt, wurde der noch jungen Schönstattbewegung von einem Professor geschenkt, der es in Freiburg gekauft hatte. Über Pfarrer Ruh, selbst Mitglied der Schönstattbewegung, gelangte das Bild nach Oberkirch.
Der Altar ist aus einfachen Sandsteinquadern gebaut. Darauf steht ein Tabernakel mit den Worten „nobis datus, nobis natus ex intacta virgine“. Es ist eine Nachbildung jener Tabernakel, die man in den Altären von Schönstattheiligtümern findet. Darüber dann das Marienbild mit einem breiten Bronzerahmen, in dem sich oben eine Krone befindet. In der Fensternische befinden sich noch Reliquien des heiligen Cyriak, die noch aus dem Altar der alten Kirche stammen.
Quelle: www.kath-oberkirch.de

Freier Eintritt.

Kontakt

Katholische Kirche St. Cyriak
Kirchplatz
77704 Oberkirch

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